Kreativ in Winterwald und -feld

kreative Ideen für Groß und Klein in der Winternatur

Schlammig, nass und kalt – zugegeben, das Wetter ist im Winter oft nicht so einladend, um nach draußen zu gehen. Viel zu viel Zeit verbringen wir in der kalten Jahreszeit in Räumen. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, auch bei kaltem Wetter in der Natur kreativ zu sein.

Gerade jetzt während der Corona-Pandemie ist die Zeit an der frischen Luft besonders wichtig, sie stärkt unsere Abwehrkräfte. Aber immer nur Spazieren gehen ist auf Dauer langweilig. Und alle Ausflugsziele sind geschlossen. Zum Glück gibt es im Winterwald viel zu entdecken und auf der winterlichen Wiese können Groß und Klein kreativ sein. Vom Sammeln von Früchten für Basteleien bis zu Landart-Kunstwerken ist alles möglich.

Auf dieser Seite stelle ich einige kreative Ideen vor, die nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Spaß machen können und möchte dazu anregen, mit offenen Augen nach draußen zu gehen und die Winterwelt in der Natur zu entdecken. Schauen Sie öfter mal vorbei, ich aktualisiere die Sammlung immer weiter.

Noch ein Hinweis vorab: Jenseits der überlaufenen Skigebiete gibt es viele schön Plätze. Meiden Sie möglichst die bekannten überfüllten Ausflugsziele und entdecken Sie lieber die Natur vor der Haustür. Sammeln Sie keine geschützten Pflanzen und stören Sie keine Tiere im Winterschlaf (z. B. indem Sie Reisighaufen auseinandernehmen).

Winter-Mandala Winter-Mandala Winter-Mandala

Winter-Mandala

Ein Wald-, Wiesen- oder Sandmandala lässt sich auch mit dem legen, was es im Winter zu finden gibt. Es können Zapfen, Stöcke, Steine, Moos, Laub und vieles mehr verwendet werden. Beim Mandala beginnen wir innen. Die Herausforderung ist, dass die Kreise nach außen immer größer werden. Wir müssen also für die äußeren Ringe Materialien nehmen, von denen viele zu finden sind. Manchmal muss man da ganz schön lange sammeln. Schön ist es auch, teilweise große Elemente einzubringen, die die Kreis-Struktur verlassen. Besonders toll sieht es auf Schnee aus – wir sammeln im Wald und legen das Mandala auf der verschneiten Wiese aus. 

Junge bricht Eisscheiben ab Beim Bau von Eis-Tipis Eis-Tipi

Eis-Tipis 

Wenn Pfützen und Bäche eine dünne Eisschicht haben, macht es Spaß, große Eisstücke abzubrechen. Mit etwas Geduld kann man damit auch bauen – zum Beispiel diese Eis-Tipis. Ist es kalt genug, können die Scheiben sogar wieder mit Wasser aneinander gefroren werden und die Bauwerke sind somit haltbarer.

Waldkisten Waldkiste

Eine Waldkiste zusammenstellen

wir nehmen eine kleine Spankiste mit in den Wald und sammeln dort Steine, Moos, Zapfen, Rindenstücke, Blätter und Früchte. Mit der Kiste und ihren Materialien können Kindergartenkinder auf unterschiedliche Weise spielen und Freude haben: mal bauen wir eine kleine Landschaft und setzen Figuren hinein, mal ordnen und zählen wir die gefundenen Gegenstände, wir können ein Tuch darüber legen und die Gegenstände fühlen und vieles mehr. Oder wir gestalten sie als kleinen Garten und lassen darin sogar etwas wachsen.

Schneehund Schneeeule Schnee-Olchi

Schneefiguren

Wenn es schneit, haben wir die ideale Baumasse zum Figurenbau. Beim Schneemannbau sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Stöcke, Steine und Früchte dienen als Augen und Hände. Aber warum eigentlich immer nur einen Schneemann? Wie wäre es mit einem Hund, einer Eule oder einem Wesen vom anderen Stern?

Gefrorene Bilder  Gefrorene Bilder Gefrorene Bilder an einem Ast

Gefrorene Bilder 

Wenn es draußen unter Null Grad hat, können Gefrier-Bilder gemacht werden. Dazu sammeln wir auf einem Spaziergang Beeren, Blätter, Moos, kleine Stöcke und Steine. Diese werden in Teller gelegt und mit Wasser übergossen. Am nächsten Morgen schauen wir nach, wie sie aussehen. Die Teller können auch als Schmuck an Bäume gehängt werden. Dazu eine Schnur mit einer Schlaufe mit einfrieren oder später mit einer heißen Nadel ein Loch bohren.

Tontöpfe werden als Futterglocken vorbereitet Futterglocken werden befüllt Bunte Futterglocken

Bunte Futterglocken für Meisen

Aus Blumentöpfen lassen sich Futterglocken für Meisen herstellen, wie hier bei einer Aktion mit der NaJu-Gruppe Gießen-Wieseck. Dazu wird ein Stock abgesägt und durch das Loch in den Tontopf gesteckt, so dass er das Loch abdichtet und an beiden Seiten länger ist als der Tontopf. Die Töpfe können mit Acrylfarbe bunt bemalt werden. An den Stock wird oben eine Schnur gebunden. Sie hält besser, wenn der Stock vorher eingekerbt wird oder mit einem Handbohrer ein Loch angebracht wird. Dann wird der Tontopf umgedreht und am besten zwischen zwei Balken gestellt. Eine Körnermischung für Vögel einfüllen,  Kokosfett auf dem Herd oder draußen auf einem Campingkocher erhitzen und die Tontöpfe damit auffüllen. Die Mischung in die Tontöpfe kippen und draußen erkalten lassen. Am nächsten Tag aufhängen.

Steintürme Steine als Wichtel bemalt Bemalte Steine

Mit Steinen bauen - Steine bemalen

Im Winter, wenn Gras und Gestrüpp durch den ersten Frost niedergedrückt wurden, lassen sich auch leichter Steine finden. Wir können daraus Türme bauen. Ganz schön knifflig, wenn ein Turm aus Kieseln hoch werden soll. Flache Steine eignen sich auch für andere Bauwerke wie Tore. Oder wir nehmen uns Farbe mit und malen die Steine an. Dazu eignet sich Acrylfarbe oder Abtönfarbe aus dem Baumarkt. Runde Kiesel werden immer wieder gerne bemalt, aber auch Schottersteine ergeben lustige Wichtel und Monster. Wir können mit ihnen in der Winterlandschaft spielen.

Mini-Tipis mit Spielfiguren Mini-Tipi mit Esstisch und Spielfiguren Mini-Tipis mit Spielfiguren

Mini-Tips für kleine Spielfiguren

Aus Ästen bauen wir kleine Tipis für unsere Spielfiguren. Mit Hilfe einer Schnur können wir ein Dreibein befestigen und die anderen Äste anlegen. Auf Sandboden geht's noch einfacher, hier können Äste nebeneinander eingesteckt werden. Dort entstehen auch Wände für ein kleines Haus, ein Rindenstück kann als Dach dienen oder weitere, mit Schnur zusammengebundene Äste. Auch einen Tisch und Sitzgelegenheiten können wir aus Rindenstücken bereitstellen. Draußen können wir auf diese Weise ein kleines Dorf entstehen lassen und mit Figuren darin spielen. Bitte sammelt dazu Äste, die ohnehin auf dem Boden liegen, aber nehmt keine Reisighaufen auseinander.

Kinder beim Schnitzen Schnitzarbeit "Delfin"

Schnitzen

Im Wald lassen sich viele Holzstücke finden, die als Grundlage für eine Schnitzarbeit dienen. Sie sollten möglichst trocken sein. Messer oder anderes Schnitzwerkzeug mitnehmen – bei schönem Wetter kann direkt an Ort und Stelle eine Pause gemacht und ein bisschen geschnitzt werden. Einfache Bilder können in Holzstücke mit Rinde geschnitzt werden, indem die Rinde nur an den gewünschten Stellen abgetragen wird. Je nach Beschaffenheit des Holzes gibt das einen schönen Kontrast. Auf diese Weise können auch Stöcke mit verschiedenartigen Ringen verziert werden. Natürlich können auch kleine Skulpturen angefertigt werden, hierfür wird aber meistens mehr Zeit benötigt. Aber: Bitte schnitzt nicht in lebende Bäume, sondern sammelt dafür immer nur bereits am Boden liegendes Holz.

Baumgeister aus Lehm formen Baumgeist aus Lehm Baumgeist aus Lehm

Baumgeister

Nasskaltes Wetter ist genau die richtige Jahreszeit für Baumgeister. Denn wir brauchen lehmigen Matsch, den wir nach mehreren Regentagen in Wald und Feld sicher finden werden. Der Matsch sollte gut durchgeknetet werden, lieber noch etwas Wasser zugeben, wenn er zu trocken ist. Wer das nicht mag - Einweghandschuhe anziehen. Dann wird die runde Kugel an den Baum geklebt und ein Gesicht geformt. Augen, Mund, Nase, Ohren - dafür lässt sich allerhand auf dem Waldboden finden.