Grenzen

Grenzziehung im beruflichen Kontext – Nähe und Distanz in der Sozialen Arbeit

Ausschnitt aus Papierbahn bei Fortbildung "Grenzen"In der sozialen Arbeit stoßen Fachkräfte immer wieder an persönliche Grenzen. Weil Menschen mit Menschen arbeiten und sich selbst als Person in die Arbeit einbringen, ist die Grenzziehung nicht immer so einfach. Insbesondere in offenen Arbeitsfeldern wie Streetwork, Jugend- oder Gemeinwesenarbeit müssen Fachkräfte sich immer wieder neu fragen, wo ihre Grenzen liegen und wie sie mit ihnen umgehen. Konkret geht es dabei einerseits um strukturellen Grenzen im Arbeitsfeld wie die Grenzen des Leistbaren, des Konzeptes oder der Parteilichkeit. Andererseits stellt sich die Frage nach persönlichen Grenzen im Umgang mit der Zielgruppe oder im einzelnen Gespräch.

  • Wo stoße ich an Grenzen?
  • Wo möchte ich Grenzen setzen?
  • Wie kann ich dies professionell umsetzen?

Dass sich Privates und Berufliches hier vermischt, ist manchmal gar nicht zu vermeiden. Doch wie weit gehen diese Beziehungen? Soll ich meine private Telefonnummer herausgeben? Wie sieht es mit Körperkontakt aus? Was ist, wenn jemand fragt, ob ich ihm Geld leihen kann? Dabei sind die persönlichen Grenzen nicht immer leicht und einheitlich zu ziehen – aber es ist wichtig sie zu kennen, und sich mit den Konsequenzen des eigenen Handelns auseinanderzusetzen.

Ausgehend von den Arbeitssituationen der Teilnehmenden erörtern wir Grenzen im eigenen Arbeitsfeld und entwickeln Strategien im Umgang mit ihnen. Dabei kommen auch sozialtherapeutische Methoden wie Verraumung, kreative Einheiten oder Rollenspiele zum Einsatz.

Mögliche Inhalte sind:

  • Grenzsituationen in sozialen Arbeitsfeldern, Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten
  • Klarheit über eigene Grenzen gewinnen mit Methode „Checkliste“
  • Reflexion eigener Grenzsituationen und Erprobung von Handlungsspielräumen mit sozialtherapeutischen Methoden (z. B. Verraumung, Rollenspiel)
  • kreative Einheit zum eigenen Umgang mit Grenzen und Reflexion

Die Fortbildung habe ich zum Beispiel als eintägigen Workshop bei der 31. Bundesweiten Streetworktagung für die Bundesakademie für Kirche und Diakonie oder für den Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen durchgeführt. Vorträge dazu habe ich z. B. für Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen gehalten (Reader des Fachtags zum Download). Mein Artikel aus SOZIALEXTRA 04 / 2001 liegt dessen zugrunde und steht hier zum Download zur Verfügung.

Forbildung Grenzen - Ausschnitt aus Papierbahn Fortbildung Grenzen - Checkliste und Ergebnisse Kreativarbeit