Konstruktive Konfliktlösung für Kinder – Baustein lebendiger Demokratiebildung
Der konstruktive Umgang mit Konfliktsituation und die Wahrnehmung unterschiedlicher Perspektiven sind wesentliche Elemente einer funktionierenden Demokratie. Für Kinder im Grundschulalter stellen weniger Wahlen und Interessensvertretung, als das Bewältigen alltäglicher Konfliktsituationen das zentrale Lernfeld für demokratisches Handeln dar. Was tue ich, wenn mich andere ärgern? Ist es gemein, jemanden auszuschließen? Warum wird ein Kind ausgeschlossen? Muss ich immer nachgeben? Und wie kann ich mich so streiten, dass ich mich nachher wieder vertragen kann?
All diese Fragen sind für sie oft große Herausforderung, und ihre Bearbeitung ist die Basis, konstruktive Konfliktlösung, Toleranz und Akzeptanz zu lernen. Deshalb sollten diese Fertigkeiten möglichst frühzeitig eingeübt und gefestigt werden. Im Rahmen eines Konflikttrainings an Schulen oder in freien Bildungseinrichtungen können Kinder lernen, Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Sie setzen sich damit auseinander, wie Konflikte entstehen und gelöst werden können, wann man sich dazu Unterstützung suchen sollte und wie man sich im Notfall behaupten und schützen kann.
Dazu gehört auch das Benennen und Auseinandersetzen mit den eigenen Gefühlen und dem eigenen Körper, das Erlernen von Frustrationstoleranz und Impulskontrolle und die Stärkung des eigenen Selbstvertrauens. Bewegungsorientierte Spiele mit spielerischer Erkundung und Wahrnehmung des eigenen Demokratieverständnisses, Solidarität und Streitkultur zeigen ein faires demokratisches Verhalten im Alltag auf.
Auch können einfache Techniken der Mediation, wie der von mir entwickelte Streitfahrplan zum Einsatz kommen. Kinder lernen so, sich gegenseitig sowohl ihre aktuellen Befindlichkeiten als auch Wünsche für die Zukunft mitteilen.
Darüber hinaus ist es auch ein wesentlicher Teil der Demokratiebildung, Kinder über ihre Rechte aufzuklären. Jedes Kind sollte unter anderem wissen, dass es das Recht hat, über seinen Körper selbst zu verfügen und dass es nicht geschlagen werden darf. Und Kinder sollten wissen, wo sie sich Hilfe holen können, wenn dies doch passiert. Dies ist Bestandteil der Kurse oder kann auch als eigenes zum Beispiel kreatives Projekt umgesetzt werden, wie ich dies z. B. Zum Weltkindertag an der Grundschule Lollar praktiziert habe.
Die Kurse biete ich geschlechtsgemischt wie z. B. als Projekt an Schulen oder auch nur für Mädchen an. Hintergrund ist, dass Mädchen in vieler Hinsicht immer noch benachteiligt werden und lernen müssen, ihre Rechte durchzusetzen und sich zu verteidigen. Ein weiteres Angebot, das noch mehr auf diesen Aspekt eingeht, ist mein Kursangebot „Mutige Mädchen“. Darüber hinaus biete ich auch Fortbildungen für Erzieher*innen zum Thema Konfliktlösung und Arbeit mit Emotionen an.